Das "City Hostel Berlin" meint: "Jungs können schon ganz schön nerven", und bietet deswegen "sogenannte Female-Dorms, also Räume ausschließlich für Frauen an":
http://www.cityhostel-berlin.com/frauen_hostel_berlin.aspx
Ein vergleichbares Angebot für Männer sucht man auf der Seite vergeblich.
Antwort auf "soll doch jedes machen, wie es will..." in Thread ""man, jemand" sexistisch?"
Autor
martin
Datum
Donnerstag, 08. September 2011
Zeit
21:21:20 Uhr
Beitrag
> ich halte es auch durchaus für möglich (wenn auch wohl kaum
> beweisbar), dass das das generische maskulinum oder wendungen
> wie "man" symptom einer gewissen mentalität (z.B. "so richtig
> "mensch" und "normal" sind ja nur die mit penis, weiß-rosaner
> hautfarbe und geld") und vielleicht nicht nur linguistischer
> zufall sind.
Die Gründe für bestimmte Sprachformen sind vielfältig. Die Lösungen ist hier, wie generell, in der Wissenschaft zu suchen. Und die Sprachwissenschaft (Sprachgeschichte) ist recht eindeutig darin, dass weder das deutsche "man" noch das englische "man/men" ursprünglich "Mann" bedeuteten.
Beide gehen zurück auf germanisch "manon", im Althochdeutschen, Altenglischen dann "man", was immer noch "Mensch" bedeutet. "Mann" hieß "gomman" ("männlicher Mensch") und "Frau" "wifman" ("weiblicher Mensch"), was im Deutschen zu "man/wif" und im Englischen zu "man/woman" wurde. Die Unterscheidung "Mann/Mensch" ist hier zusammengefallen und nur im Deutschen hat sich über eine Suffixableitung ("mennisko") ein neues Wort gebildet, im Englischen nicht; nichtsdestotrotz ist eindeutig, dass "man" etyomologisch immer "Mensch" gehießen hat und zu keiner Zeit auf Männer eingeschränkt war. Man könnte allenfalls argumentieren, es würde später/heute unabhängig seiner Herkunft jedoch so wahrgenommen. Aber das ist empirisch wohl kaum nachzuweisen.
> das "men" in der amerikanischen unabhänigkeitserklärung mit
> "that all men are created equal" wird vielleicht heute mit
> "mensch" übersetzt, weil wir das heute so verstanden wissen
> wollen. gemeint waren damit allerdings damals tatsächlich nur
> männer.
Wie kommst du darauf?
> es geht wohl bei den
> meisten eher darum, gewisse sympathien zu bewegungen, idealen
> oder szenen zu kommunizieren.
Das kann man auch unter Wahrung der Grammatik tun. Gegen sinnvolle Neologismen hat kaum jemand etwas einzuwenden, aber weder "jemensch" noch Binnen-I oder anderes sind sprachgeschichtlich oder aktuell sinnvoll und notwendig.
> ich kann ja für dieses beispiel auch einfach
> "studierende" sagen,
Worauf Achim schon hingewiesen hat: Studenten sind nun einmal nicht das gleiche wie Studierende. Aber wie so oft ist es wohl bequemer 'politisch korrekt' zu sein als Hintergründe (s.o.) zu vermitteln.
Antwort auf ""man, jemand" sexistisch?" in Thread ""man, jemand" sexistisch?"
Autor
celerystalk
Datum
Mittwoch, 07. September 2011
Zeit
07:29:16 Uhr
Beitrag
sprache an sich kann ja nicht sexistisch sein. menschen können sexistisch sein, und durch den gebrauch gewisser wörter zur unterdrückungsform sexismus beitragen oder leute verletzen oder erniedrigen.
insofern sollte mein gedanke, wenn jemand wie so ziemlich alle anderen auch "man" verwendet, nicht gleich "oh, damit sind wohl nur leute mit penis gemeint" oder "AHA! SEXIST!" sein. würde mir sowas auch nicht vorschreiben lassen wollen. wenn das dir selbst
komisch vorkommt, kannst du ja wie Claude sagte, "irgendwer" statt "jemand" oder formulierungen mit "du", "wir" oder "alle" statt "man" verwenden, wo es geht.
ich halte es auch durchaus für möglich (wenn auch wohl kaum beweisbar), dass das das generische maskulinum oder wendungen wie "man" symptom einer gewissen mentalität (z.B. "so richtig "mensch" und "normal" sind ja nur die mit penis, weiß-rosaner hautfarbe und geld") und vielleicht nicht nur linguistischer zufall sind. wir kommen ja aus einer kultur - nicht der einzigen, wohlgemerkt - in der bis vor relativ kurzer zeit noch nicht-männer (wie auch nicht-weiße, nicht-landbesitzer...) nicht als "ordentliche" menschen galten, denen bürgerrechte zustehen.
das "men" in der amerikanischen unabhänigkeitserklärung mit "that all men are created equal" wird vielleicht heute mit "mensch" übersetzt, weil wir das heute so verstanden wissen wollen. gemeint waren damit allerdings damals tatsächlich nur männer. sowas ist auch noch nicht so lange her (bzw. in einigen dingen immernoch nicht so), wie wir es gerne hätten. siehe frauenwahlrecht in der schweiz oder rechte der ehefrau in der bundesrepublik. wir schleifen immernoch viel weltanschaulichen dreck mit uns herum, von aristoteles, über kirche, über kaiserreich und national(sozial)ismus bis heute.
ein bisschen sensibilität und kritische haltung ggü. solchen sonst als selbstverständlich hingenommenen themen wie kultur und der wirkung von sprache können sich m.M.n. durchaus alle von teilen der feminismus-bewegung abschauen.
der gedanke hinter solchen angewohnheiten, wie zB "mensch" statt "man", dem binnen-i oder auch dem wir-haben-auch-trans*leute-lieb-unterstrich (arbeiter_innen) wird ja auch wohl weniger sein, dass vorher irgendwie unklar war, wer damit gemeint sein sollte. es geht wohl bei den meisten eher darum, gewisse sympathien zu bewegungen, idealen oder szenen zu kommunizieren. ich finde es erst mal eine gute idee, dass ich so klar wie möglich sage, was ich tatsächliche meine, um die gafahr von missverständnissen zu mindern. wo der begriff "studenten" aus konvention heraus vielleicht durchaus "alle, die studierenden" bedeuten kann, will ich ja nicht nur (männliche) studenten, sondern alle leute, die studieren ansprechen, egal ob männlich, weiblich, transgender, usw. . mir persönlich gefällt es da natürlich auch besser, wenn möglich auf bereits bestehende wörter zurückzugreifen. ich kann ja für dieses beispiel auch einfach "studierende" sagen, oder in einem informellen zusammenhang "studis", anstatt mir stundenlang zu überlegen, ob "studentinnen und studenten" nicht total heterosexistisch ist. wenn ich mir aber schreibweisen wie blogger_innen, oder den begriff "nichtmenschliche tiere" (wo normale menschen einfach "tiere" sagen) angewöhne, kann ich gewisse ansichten kommunizieren und auch vielleicht leute auf solche themen aufmerksam machen.
und solange leute geld für auftritte von mario barth bezahlen, freue ich ein bisschen darüber, wenn ich an auch noch so komisch klingenden begriffen wie "mensch" merke, dass sich leute über dinge wie sexismus wenigstens gedanken machen. so wie ich mich darüber freue, wenn leute sich nicht als "herrchen" oder "besitzer" ihrer haustiere bezeichnen, oder "leichenteile" statt "fleisch" sagen.
mir gehen gewisse konstruktionen ("jemenschD" kannte ich jetzt auch noch nicht... o_O) auch ziemlich gegen den strich. das ist m.M.n. übertrieben, kontraproduktiv und hat nichts mehr mit gewaltfreier sprache zu tun. erst recht nicht, wenn z.B. ausgerechnet in linksradikal-emanzipatorischen kreisen einige meinen, anderen (die womöglich sogar die gleiche ziele verfolgen) den ihrer meinung nach 100%-pc-ausdruck aufzwingen zu dürfen. im zweifelsfall entscheide ich mich (vor allem gesprochen) wohl auch für die ausdrucksweise, die mir gerade passt. oder ich bastele mir auch meine eigene konstruktion. wie wäre es mit dem generischen neutrum? da kann sich keines darüber beschweren, haha. wenn ich dialekt rede, verwende ich das sowieso, also warum nicht auch sonst? sprache und grammatik sind ja nicht statisch, sondern werden ja dauernd neu gemacht. wenn das jetzt manche generell als "verunstaltung der sprache" empfinden (übrigens schön, dass nicht der begriff "vergewaltigung" verwendet wurde), ist das ja erstmal nicht mein problem, solang ich mir der konsequenzen bewusst bin, vielleicht blöd rüberzukommen.
Gleichstellung meint - laut Gesetz sowie laut gesundem Menschenverstand - beide Geschlechter. In der Praxis der Gleichstellungsbeauftragten (99% weiblich) sieht das anders aus. Wenn eine ihre Aufgabe ernst nimmt, wird sie entlassen.
Re: Das bißchen Haushalt: femisexistische Wahrnehmungsstörungen versus Realität
Antwort auf "Das bißchen Haushalt: femisexistische Wahrnehmungsstörungen versus Realität" in Thread "Kritik an antisexismus.de"
Autor
Mona
Datum
Samstag, 22. Januar 2011
Zeit
08:42:19 Uhr
Beitrag
Ich habe hier nicht alles gelesen und kann vieles auch nicht nachvollziehen, weil mir die hier genannten Probleme nicht bekannt (bewusst) sind.
Nie würde ich auf die Idee kommen meinen Mann zu beurteilen, wenn er den Haushalt führen würde. Noch würde er mir vorrechnen, für was ich wieviel Zeit zu verbrauchen habe oder verbrauche.
Bei uns gab es schon beide Situationen. Ich muss sagen, ich fand es sehr sehr angenehm
mich voll auf die Arbeit konzentrieren zu können, während mein Mann sich um Kind und Haushalt kümmerte.
Diese Sendungen, die da kommen und die glauben Mann-Frau Beziehungen realistisch abzubilden
kann ich nicht für voll nehmen. Naja, ich habe auch noch nie eine vollständig angesehen.
Das bißchen Haushalt: femisexistische Wahrnehmungsstörungen versus Realität
Antwort auf "Abenteuer Staubsaugen - die paar toten Männer im Berkwerk" in Thread "Kritik an antisexismus.de"
Autor
Achim Stößer
Datum
Freitag, 21. Januar 2011
Zeit
23:19:06 Uhr
Beitrag
Typisch Mann - typisch Frau, RTL, heute.
Eine Durchschnittsfamilie, beide Eltern berufstätig, zwei Töchter (6 und 10) soll schätzen, wer wieviel der Hausarbeit macht.
Schätzung (Gedächtniszitate):
Frau: "Ich mache 99%."
Mann: "Ich mache 20%."
Beide Kinder: "Die Mama [macht die ganze Hausarbeit]" ("Weil der Papa immer nur faul rumliegen will" - wo sie das wohl her haben?)
Fakt (per Kameraüberwachung zwei Tage lang gemessen): Frau 53%, Mann 47% (also ziemlich genau gleichverteilt mit Schwankung im Rahmen des kurzen Meßzeitraums). Gesamtdauer, glaube ich, ca. 2 Stunden. Ist natürlich nicht repräsentativ, interessanter ist vielmehr die verzerrte Realitätswahrnehmung.
Es wurde in der Sendung gemutmaßt, dass die Schätzungen eher gestimmt hätten, würden die 2h51min, die die Frau telefoniert hat, zur Hausarbeit gezählt.
Dass der folgende Spiegelartikel bereits so alt ist, dass die Kinder, die zum Erscheinen geboren wurden, bald selbst Eltern sein können, ist allenfalls an der genannten Währung - Mark statt Euro - zu bemerken, ansonsten hat er praktisch nichts von seiner Aktualität eingebüßt.
Antwort auf "Re: Frauen im Buddhismus" in Thread "Frauen im Buddhismus"
Autor
Salyan
Datum
Mittwoch, 21. Juli 2010
Zeit
23:16:01 Uhr
Beitrag
Laßt euch bitte nicht in irgendwelche Schwachsinnsdebatten mit dem (Neu-)User "Selex" verwickeln, einem dauerdummschwätzenden Buddhistenkleinfunktionär, der unter dem Nick "Spzl" einen eigentlich hochspannenden thread zum Thema "Sex und Gewalt im tibetischen Buddhismus" auf emma.de derart zugemüllt und mit endlosen Scheindebatten, Falschbehauptungen, Redundanzen und persönlichen An- und Untergriffen gegen Colin Goldner überzogen hat, dass er, obwohl letztlich (und viel zu spät) von den EMMA-Frauen rausgeschmissen, den thread komplett abgewürgt hat: http://forum.emma.de/showthread.php?2126-02-10-Der-Dalai-Lama-und-Sex
Der ist dauernd auf der Suche nach neuen Foren, in denen er sich mit seinem Müll breitmachen kann.