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Die 20 neuesten Beiträge:
Re: Das Binnen-I
Antwort auf "Re: Das Binnen-I" in Thread "Das Binnen-I"
Autor Achim Stößer
Datum Sonntag, 08. Januar 2012
Zeit 16:49:01 Uhr
Beitrag  Dazu kam eine Mail, aber vielleicht allgemein interessant ist, daher hier Fragen und Antworten:

Zitat: > Ich habe in der Rubrik "Religion" den Artikel "Christinnen sind Eigentum
> ihrer Männer" gesehen und verstehe nach kurzem Überfliegen von
> "http://tierrechtsforen.de/12/108/109" nicht ganz warum die Überschrift
> nicht lautet "weibliche Christen sind Eigentum ihrer Männer". In welchen
> Fällen soll man den nun "innen" schreiben? Und gibt es schon einen

es ist eine Frage des Sprachgefühls und aus antisexistischer Sicht m.E.
i.d.R. irrelevant, ob zur Kennzeichnung des Geschlechts ein Adjektiv
(männlich, weiblich) oder ein geschlechtsspezifisches Substantiv (Stier,
Kuh, Kater, Ganter, Löwin, Ärztin, Prostituierter, Mörderin) verwendet wird
(so vorhanden: Lehrer, Mörder, Gans, Fisch usw. erfordern, da es kein
spezifisch männliches und/oder weibliches Substantiv gibt, ggf. das
Adjektiv).

> umfangreichen Artikel zum Binnen-I wie hier
> "http://tierrechtsforen.de/12/108/111" angekündigt?

Nein, da es - soweit ich ich erinnere im Thread zu finden - dazu inzwischen
einige brauchbare Texte gibt wurde das vorerst zurückgestellt.


Achim
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Jungs können schon ganz schön nerven
Autor GooglerIn
Datum Montag, 10. Oktober 2011
Zeit 01:20:09 Uhr
Beitrag  Das "City Hostel Berlin" meint: "Jungs können schon ganz schön nerven", und bietet deswegen "sogenannte Female-Dorms, also Räume ausschließlich für Frauen an":
http://www.cityhostel-berlin.com/frauen_hostel_berlin.aspx

Ein vergleichbares Angebot für Männer sucht man auf der Seite vergeblich.
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man / Mann
Antwort auf "soll doch jedes machen, wie es will..." in Thread ""man, jemand" sexistisch?"
Autor martin
Datum Donnerstag, 08. September 2011
Zeit 21:21:20 Uhr
Beitrag  > ich halte es auch durchaus für möglich (wenn auch wohl kaum
> beweisbar), dass das das generische maskulinum oder wendungen
> wie "man" symptom einer gewissen mentalität (z.B. "so richtig
> "mensch" und "normal" sind ja nur die mit penis, weiß-rosaner
> hautfarbe und geld") und vielleicht nicht nur linguistischer
> zufall sind.

Die Gründe für bestimmte Sprachformen sind vielfältig. Die Lösungen ist hier, wie generell, in der Wissenschaft zu suchen. Und die Sprachwissenschaft (Sprachgeschichte) ist recht eindeutig darin, dass weder das deutsche "man" noch das englische "man/men" ursprünglich "Mann" bedeuteten.

Beide gehen zurück auf germanisch "manon", im Althochdeutschen, Altenglischen dann "man", was immer noch "Mensch" bedeutet. "Mann" hieß "gomman" ("männlicher Mensch") und "Frau" "wifman" ("weiblicher Mensch"), was im Deutschen zu "man/wif" und im Englischen zu "man/woman" wurde. Die Unterscheidung "Mann/Mensch" ist hier zusammengefallen und nur im Deutschen hat sich über eine Suffixableitung ("mennisko") ein neues Wort gebildet, im Englischen nicht; nichtsdestotrotz ist eindeutig, dass "man" etyomologisch immer "Mensch" gehießen hat und zu keiner Zeit auf Männer eingeschränkt war. Man könnte allenfalls argumentieren, es würde später/heute unabhängig seiner Herkunft jedoch so wahrgenommen. Aber das ist empirisch wohl kaum nachzuweisen.

> das "men" in der amerikanischen unabhänigkeitserklärung mit
> "that all men are created equal" wird vielleicht heute mit
> "mensch" übersetzt, weil wir das heute so verstanden wissen
> wollen. gemeint waren damit allerdings damals tatsächlich nur
> männer.

Wie kommst du darauf?

> es geht wohl bei den
> meisten eher darum, gewisse sympathien zu bewegungen, idealen
> oder szenen zu kommunizieren.

Das kann man auch unter Wahrung der Grammatik tun. Gegen sinnvolle Neologismen hat kaum jemand etwas einzuwenden, aber weder "jemensch" noch Binnen-I oder anderes sind sprachgeschichtlich oder aktuell sinnvoll und notwendig.

> ich kann ja für dieses beispiel auch einfach
> "studierende" sagen,

Worauf Achim schon hingewiesen hat: Studenten sind nun einmal nicht das gleiche wie Studierende. Aber wie so oft ist es wohl bequemer 'politisch korrekt' zu sein als Hintergründe (s.o.) zu vermitteln.
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soll doch jedes machen, wie es will...
Antwort auf ""man, jemand" sexistisch?" in Thread ""man, jemand" sexistisch?"
Autor celerystalk
Datum Mittwoch, 07. September 2011
Zeit 07:29:16 Uhr
Beitrag  sprache an sich kann ja nicht sexistisch sein. menschen können sexistisch sein, und durch den gebrauch gewisser wörter zur unterdrückungsform sexismus beitragen oder leute verletzen oder erniedrigen.
insofern sollte mein gedanke, wenn jemand wie so ziemlich alle anderen auch "man" verwendet, nicht gleich "oh, damit sind wohl nur leute mit penis gemeint" oder "AHA! SEXIST!" sein. würde mir sowas auch nicht vorschreiben lassen wollen. wenn das dir selbst
komisch vorkommt, kannst du ja wie Claude sagte, "irgendwer" statt "jemand" oder formulierungen mit "du", "wir" oder "alle" statt "man" verwenden, wo es geht.

ich halte es auch durchaus für möglich (wenn auch wohl kaum beweisbar), dass das das generische maskulinum oder wendungen wie "man" symptom einer gewissen mentalität (z.B. "so richtig "mensch" und "normal" sind ja nur die mit penis, weiß-rosaner hautfarbe und geld") und vielleicht nicht nur linguistischer zufall sind. wir kommen ja aus einer kultur - nicht der einzigen, wohlgemerkt - in der bis vor relativ kurzer zeit noch nicht-männer (wie auch nicht-weiße, nicht-landbesitzer...) nicht als "ordentliche" menschen galten, denen bürgerrechte zustehen.
das "men" in der amerikanischen unabhänigkeitserklärung mit "that all men are created equal" wird vielleicht heute mit "mensch" übersetzt, weil wir das heute so verstanden wissen wollen. gemeint waren damit allerdings damals tatsächlich nur männer. sowas ist auch noch nicht so lange her (bzw. in einigen dingen immernoch nicht so), wie wir es gerne hätten. siehe frauenwahlrecht in der schweiz oder rechte der ehefrau in der bundesrepublik. wir schleifen immernoch viel weltanschaulichen dreck mit uns herum, von aristoteles, über kirche, über kaiserreich und national(sozial)ismus bis heute.

ein bisschen sensibilität und kritische haltung ggü. solchen sonst als selbstverständlich hingenommenen themen wie kultur und der wirkung von sprache können sich m.M.n. durchaus alle von teilen der feminismus-bewegung abschauen.
der gedanke hinter solchen angewohnheiten, wie zB "mensch" statt "man", dem binnen-i oder auch dem wir-haben-auch-trans*leute-lieb-unterstrich (arbeiter_innen) wird ja auch wohl weniger sein, dass vorher irgendwie unklar war, wer damit gemeint sein sollte. es geht wohl bei den meisten eher darum, gewisse sympathien zu bewegungen, idealen oder szenen zu kommunizieren. ich finde es erst mal eine gute idee, dass ich so klar wie möglich sage, was ich tatsächliche meine, um die gafahr von missverständnissen zu mindern. wo der begriff "studenten" aus konvention heraus vielleicht durchaus "alle, die studierenden" bedeuten kann, will ich ja nicht nur (männliche) studenten, sondern alle leute, die studieren ansprechen, egal ob männlich, weiblich, transgender, usw. . mir persönlich gefällt es da natürlich auch besser, wenn möglich auf bereits bestehende wörter zurückzugreifen. ich kann ja für dieses beispiel auch einfach "studierende" sagen, oder in einem informellen zusammenhang "studis", anstatt mir stundenlang zu überlegen, ob "studentinnen und studenten" nicht total heterosexistisch ist. wenn ich mir aber schreibweisen wie blogger_innen, oder den begriff "nichtmenschliche tiere" (wo normale menschen einfach "tiere" sagen) angewöhne, kann ich gewisse ansichten kommunizieren und auch vielleicht leute auf solche themen aufmerksam machen.

und solange leute geld für auftritte von mario barth bezahlen, freue ich ein bisschen darüber, wenn ich an auch noch so komisch klingenden begriffen wie "mensch" merke, dass sich leute über dinge wie sexismus wenigstens gedanken machen. so wie ich mich darüber freue, wenn leute sich nicht als "herrchen" oder "besitzer" ihrer haustiere bezeichnen, oder "leichenteile" statt "fleisch" sagen.

mir gehen gewisse konstruktionen ("jemenschD" kannte ich jetzt auch noch nicht... o_O) auch ziemlich gegen den strich. das ist m.M.n. übertrieben, kontraproduktiv und hat nichts mehr mit gewaltfreier sprache zu tun. erst recht nicht, wenn z.B. ausgerechnet in linksradikal-emanzipatorischen kreisen einige meinen, anderen (die womöglich sogar die gleiche ziele verfolgen) den ihrer meinung nach 100%-pc-ausdruck aufzwingen zu dürfen. im zweifelsfall entscheide ich mich (vor allem gesprochen) wohl auch für die ausdrucksweise, die mir gerade passt. oder ich bastele mir auch meine eigene konstruktion. wie wäre es mit dem generischen neutrum? da kann sich keines darüber beschweren, haha. wenn ich dialekt rede, verwende ich das sowieso, also warum nicht auch sonst? sprache und grammatik sind ja nicht statisch, sondern werden ja dauernd neu gemacht. wenn das jetzt manche generell als "verunstaltung der sprache" empfinden (übrigens schön, dass nicht der begriff "vergewaltigung" verwendet wurde), ist das ja erstmal nicht mein problem, solang ich mir der konsequenzen bewusst bin, vielleicht blöd rüberzukommen.

liebe grüße
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Re: Ist Anti-Sexismus nur maskulin ???
Antwort auf "Ist Anti-Sexismus nur maskulin ???" in Thread "Ist Anti-Sexismus nur maskulin ???"
Autor Hannes Benne
Datum Donnerstag, 25. August 2011
Zeit 21:55:46 Uhr
Beitrag  > "Männercontainer"

Vllt macht es ihn ja glücklich, wenn wir noch einen für "Altweiber" einfügen...


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Re: Männerdiskriminierung im Nachtleben
Antwort auf "Re: Männerdiskriminierung im Nachtleben" in Thread "Männerdiskriminierung im Nachtleben"
Autor Achim Stößer
Datum Samstag, 20. August 2011
Zeit 15:54:37 Uhr
Beitrag  Und was soll uns das jett sagen?

Achim
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Re: Männerdiskriminierung im Nachtleben
Antwort auf "Männerdiskriminierung im Nachtleben" in Thread "Männerdiskriminierung im Nachtleben"
Autor MonaOeh.
Datum Mittwoch, 17. August 2011
Zeit 14:42:06 Uhr
Beitrag  Ja und warum werden weibliche Gäste immer mehr mit solchen Gratisangeboten gelockt?
Damit die männlichen Besucher immer von Frauen umringt sind. Toll.
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Re: vergewaltigumng
Antwort auf "Re: vergewaltigumng" in Thread "vergewaltigumng"
Autor Googler
Datum Donnerstag, 02. Juni 2011
Zeit 11:24:43 Uhr
Beitrag 
Zitat: "Alle Sachbearbeiter von Sexualdelikten sind sich einig, dass deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden."

Quelle: die Untersuchung "Vergewaltigung und sexuelle Nötigung in Bayern", herausgegeben im Jahr 2005 vom bayerischen Landeskriminalamt

http://www.polizei.bayern.de/content/4/3/7/vergewaltigung_und_sexuelle_n_tigung_in_bayern_bpfi.pdf
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"Gleich"stellungsbeauftragte
Autor martin
Datum Sonntag, 22. Mai 2011
Zeit 20:45:59 Uhr
Beitrag  Gleichstellung meint - laut Gesetz sowie laut gesundem Menschenverstand - beide Geschlechter. In der Praxis der Gleichstellungsbeauftragten (99% weiblich) sieht das anders aus. Wenn eine ihre Aufgabe ernst nimmt, wird sie entlassen.
Zitat: Entlassene Gleichstellungsbeauftragte

"Männer werden benachteiligt"

19.05.2011

Interview: Maria Holzmüller

Monika Ebeling hat ihren Job als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar verloren, weil sie sich zu sehr für Männer einsetzte. Doch die Zeiten der Frauenförderung mit "feministischen Scheuklappen" seien vorbei, sagt sie.

[...]

sueddeutsche.de: Frau Ebeling, SPD, Grüne und Linke in Goslar haben ihre Abberufung als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt erwirkt, weil sie sich angeblich zu sehr für Männer und zu wenig für Frauen einsetzen. Können Sie das nachvollziehen?

Monika Ebeling: Nachvollziehen kann ich das schon. Die Linke ist noch immer sehr im Feminismus verhaftet, die Grünen ebenso. Die Frauen dieser Parteien sind nicht damit einverstanden, dass ich eine etwas liberalere Haltung zur Gleichstellungsarbeit habe. Ich habe mich für beide Geschlechter eingesetzt, so wie es der Gesetzgeber vorsieht.

[...]

sueddeutsche.de: Werden Männer in der Gesellschaft benachteiligt?

Ebeling: Schon die kürzere Lebenserwartung von Männern ist ein Indiz dafür, dass sie benachteiligt werden. Eine sogenannte Klosterstudie hat ergeben, dass Nonnen und Mönche nahezu gleich lang leben - bei uns liegt die Lebenserwartung von Männern sechs Jahre unter der von Frauen. Jungen bekommen in der Kindheit häufiger Ritalin verabreicht als Mädchen, sie brechen häufiger die Schule ab und bekommen schlechtere Bewertungen für die gleiche Leistung. Die Mehrheit der Arbeitslosen sind Männer, sie leiden häufiger an Depressionen und haben größere Berufsrisiken. Vor diesen Fakten darf man nicht einfach die Augen verschließen. Daraus ergibt sich auch ein gesellschaftlicher Schaden.

[...]

sueddeutsche.de: Wie kam es zur Eskalation?

Ebeling: Im vergangenen Jahr sollte ich eine Ausstellung zum Thema "Häusliche Gewalt" unterstützen. Das ist ein wichtiges Thema, aber das Handbuch zur Ausstellung fand ich den Grundsätzen der Gleichberechtigung nicht entsprechend. Da war zwar von Richtern, Richterinnen, Polizisten und Polizistinnen die Rede, aber in den Kategorien "Täter"/"Opfer" war die Verteilung der Rollen klar. Der Täter ist immer der Mann, das Opfer immer die Frau. Das fand ich nicht zeitgemäß. Es gibt auch männliche Opfer häuslicher Gewalt.

sueddeutsche.de: Wie wurde Ihr Einwand aufgenommen?

Ebeling: Es gab eine extra Sitzung und mir wurde gesagt, es gebe so gut wie keine männlichen Opfer. Die Studien, die ich heranzog seien "exotisch" und man wolle nicht mehr mit mir zusammenarbeiten.

sueddeutsche.de: Sie haben einmal gesagt, Sie wollen nicht mit "feministischen Scheuklappen" an Ihre Arbeit herangehen. Sind die meisten Gleichstellungsbeauftragten im Feminismus gefangen?

Ebeling: Ja, sehr viele. Ich habe während meiner Amtszeit sehr viele Gleichstellungsbeauftragte kennengelernt und viele von ihnen waren jahrelang als Frauenbeauftragte beschäftigt. Jetzt heißen sie zwar Gleichstellungsbeauftragte, aber ihre Arbeit bleibt die gleiche. Ich erinnere mich an eine Diskussion, wo es darum ging, ob wir auch einschreiten müssen, wenn in einer Abteilung eines Unternehmens nur Frauen beschäftigt seien - die meisten haben das abgelehnt. Wenn da plötzlich Männer mit Problemen vor der Tür stehen, wissen sie nicht, wie sie damit umgehen sollen. Das liegt auch daran, dass es unter mehr als 800 kommunalen Gleichstellungsbeauftragten nur zwei Männer gibt.

sueddeutsche.de: Empfinden Sie auch die Frauenquote in Unternehmen als Diskriminierung von Männern?

Ebeling: Von Frauen, die in ihrem Beruf erfolgreich sind, erwarte ich eigentlich, dass sie auch Verhandlungen führen können und ihre Position vertreten - dafür brauchen sie keine Quote. Wenn es eine Quote gibt, dann sollte die für Männer und Frauen gelten, also auch bei der Feuerwehr oder der Müllabfuhr, Berufe, die Frauen nicht gerne übernehmen.

[...]

(http://www.sueddeutsche.de/karriere/entlassene-gleichstellungsbeauftragte-im-gespraech-maenner-werden-benachteiligt-1.1099088)
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Re: antisexistischer Standpunkt = Mann muss draußen bleiben.
Antwort auf "Re: antisexistischer Standpunkt = Mann muss draußen bleiben." in Thread "antisexistischer Standpunkt = Mann muss draußen bleiben."
Autor Googler
Datum Sonntag, 13. Februar 2011
Zeit 22:00:38 Uhr
Beitrag  vt* schrieb:

> Mal ganz von der Unlogik abgesehen, ist "Transen" keine
> besonders nette Bezeichnung für Trans*menschen.

Dazu muss man allerdings sagen, dass diese Formulierung von der taz stammt. Die Umsonstladenleute schreiben selbst "Frauen/Lesben/Trans* ".
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Re: antisexistischer Standpunkt = Mann muss draußen bleiben.
Antwort auf "antisexistischer Standpunkt = Mann muss draußen bleiben." in Thread "antisexistischer Standpunkt = Mann muss draußen bleiben."
Autor vt*
Datum Sonntag, 13. Februar 2011
Zeit 21:46:01 Uhr
Beitrag  Noch dazu scheinen die Betreiber_innen nicht wirklich zu wissen, was sie wollen. "Mann muss draußen bleiben" und "Transen" sind ausdrücklich erlaubt.

Was ist mit der Schnittmenge von "Mann" und "Transen"?
Muss ein Transmann draußenbleiben, oder darf er rein, wenn er sich als trans* outet?

Oder sind mit "Transen" nur Transfrauen gemeint?

Mal ganz von der Unlogik abgesehen, ist "Transen" keine besonders nette Bezeichnung für Trans*menschen.
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Re: Wenn Männer Prügel kriegen
Antwort auf "Wenn Männer Prügel kriegen" in Thread "Wenn Männer Prügel kriegen"
Autor Googler
Datum Samstag, 12. Februar 2011
Zeit 15:59:28 Uhr
Beitrag 
Zitat: Wie heikel das Thema Frauengewalt ist, zeigt der Fall Erin Pizzey. Die feministische Aktivistin hatte 1971 in London eines der ersten Frauenhäuser weltweit gegründet und war im Laufe ihrer Arbeit zu der Einsicht gekommen, dass häusliche Gewalt zumeist auf Gegenseitigkeit beruhe und beide Partner gleichermaßen gewalttätig gegeneinander seien. Für latent aggressive Frauen, die ihr Umfeld schikanieren, prägte sie den Begriff ?Familienterroristinnen?. Als sie ihre Erkenntnisse publizierte, erhielten sie und sogar ihre Kinder anonyme Drohungen, ihr Hund wurde vergiftet. Pizzey verließ schließlich ihr Land und begründete dies damit, dass Feministinnen ihre Erkenntnisse mit allen Mitteln bekämpft hätten.

"Benachteiligt? Wer denn?"
http://www.focus.de/panorama/boulevard/gesellschaft-benachteiligt-wer-denn_aid_435162.html
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antisexistischer Standpunkt = Mann muss draußen bleiben.
Autor Googler
Datum Dienstag, 01. Februar 2011
Zeit 11:47:44 Uhr
Beitrag 
Zitat: Nur dienstags gibt es eine strikte Einschränkung: Mann muss draußen blieben. Der Umsonstladen vertritt - so Witte - einen "antisexistischen Standpunkt" und öffnet dann speziell für Frauen, Lesben und Transen. Viele öffentliche Räume würden von Männern dominiert. Dem wolle man entgegentreten, sagt die hoch gewachsene Gender-Studies-Studentin im ockerfarbenen Strickjäckchen. Bisher hat noch kein Mann sich dem widersetzt. Wie sie vorgehen würden, wenn es dazu kommt, überlegen die Initiatorinnen derweil beim Tee-Trinken auf der Sitzecke vor der rosa-weißen Wand im Umsonstladen.
http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/viele-dinge-fuer-alle/

Männer müssen dienstags draußen bleiben, einfach nur weil sie Männer sind. Und das ganze ist dann antisexistisch. Das ist Realsatire.
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Re: Das bißchen Haushalt: femisexistische Wahrnehmungsstörungen versus Realität
Antwort auf "Das bißchen Haushalt: femisexistische Wahrnehmungsstörungen versus Realität" in Thread "Kritik an antisexismus.de"
Autor Mona
Datum Samstag, 22. Januar 2011
Zeit 08:42:19 Uhr
Beitrag  Ich habe hier nicht alles gelesen und kann vieles auch nicht nachvollziehen, weil mir die hier genannten Probleme nicht bekannt (bewusst) sind.
Nie würde ich auf die Idee kommen meinen Mann zu beurteilen, wenn er den Haushalt führen würde. Noch würde er mir vorrechnen, für was ich wieviel Zeit zu verbrauchen habe oder verbrauche.
Bei uns gab es schon beide Situationen. Ich muss sagen, ich fand es sehr sehr angenehm
mich voll auf die Arbeit konzentrieren zu können, während mein Mann sich um Kind und Haushalt kümmerte.
Diese Sendungen, die da kommen und die glauben Mann-Frau Beziehungen realistisch abzubilden
kann ich nicht für voll nehmen. Naja, ich habe auch noch nie eine vollständig angesehen.
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Das bißchen Haushalt: femisexistische Wahrnehmungsstörungen versus Realität
Antwort auf "Abenteuer Staubsaugen - die paar toten Männer im Berkwerk" in Thread "Kritik an antisexismus.de"
Autor Achim Stößer
Datum Freitag, 21. Januar 2011
Zeit 23:19:06 Uhr
Beitrag  Typisch Mann - typisch Frau, RTL, heute.

Eine Durchschnittsfamilie, beide Eltern berufstätig, zwei Töchter (6 und 10) soll schätzen, wer wieviel der Hausarbeit macht.

Schätzung (Gedächtniszitate):
Frau: "Ich mache 99%."
Mann: "Ich mache 20%."
Beide Kinder: "Die Mama [macht die ganze Hausarbeit]" ("Weil der Papa immer nur faul rumliegen will" - wo sie das wohl her haben?)

Fakt (per Kameraüberwachung zwei Tage lang gemessen): Frau 53%, Mann 47% (also ziemlich genau gleichverteilt mit Schwankung im Rahmen des kurzen Meßzeitraums). Gesamtdauer, glaube ich, ca. 2 Stunden. Ist natürlich nicht repräsentativ, interessanter ist vielmehr die verzerrte Realitätswahrnehmung.

Es wurde in der Sendung gemutmaßt, dass die Schätzungen eher gestimmt hätten, würden die 2h51min, die die Frau telefoniert hat, zur Hausarbeit gezählt.

Achim
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Der entsorgte Vater
Autor Achim Stößer
Datum Donnerstag, 30. Dezember 2010
Zeit 21:36:16 Uhr
Beitrag  Dass der folgende Spiegelartikel bereits so alt ist, dass die Kinder, die zum Erscheinen geboren wurden, bald selbst Eltern sein können, ist allenfalls an der genannten Währung - Mark statt Euro - zu bemerken, ansonsten hat er praktisch nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Zitat: 17.11.1997


Der entsorgte Vater

Von Matussek, Matthias

Über feministische Muttermacht und Kinder als Trümpfe im Geschlechterkampf

Eine Polemik von Matthias Matussek

Am vierten Tag des Hungerstreiks vor dem Kreuzberger Familiengericht kommt der erwartete Zusammenbruch. Dem Mann mit der Glatze wird schwarz vor den Augen, sein Blutdruck sackt ab, auf seiner Haut bilden sich Ausschläge, eine Welle der Verzweiflung schlägt über ihm zusammen. Der Notarzt stabilisiert und beruhigt ihn. So ist das, wenn der Körper zum Schlachtfeld wird.

Am nächsten Tag sitzt Günter Gempp wieder vor dem Justizgebäude mit der stählernen Würfelskulptur, die so gradlinig und normensicher in der Sonne liegt wie ein unerschütterliches Versprechen auf Gerechtigkeit.

Der hungernde Sozialarbeiter ist kein Fanatiker. Er will den Staat nicht aushebeln, will keine neue Weltordnung. Er will nur eines: seine Kinder Sarah und Fabian wiedersehen. Das verwehrt ihm die Mutter, seit sie sich von ihm getrennt hat. Daß sie das kann, verdankt sie Gerichten wie jenem, vor dem Gempp seine Mahnwache hält.

Ein Mann, der unter der Trennung von seinen Kleinen leidet? Krumme Nummer, hart am Rand des Versagertums, kein Handlungsbedarf. "Was sollen wir machen", sagt ein Richter, der an ihm vorbei zum Dienst schreitet, mit demütigender Lässigkeit. "Sollen wir ihm die Kinder polizeilich zuführen lassen?"

Mehr noch - die Ranküne der Mutter bleibt nicht nur juristisch, sondern auch sozial ungeächtet: Frauenpower! Also streikt Gempp doch: gegen den Staat, gegen das Recht, gegen Gott und die Welt, ein düsterer Freak wie Michael Kohlhaas, allein gegen alle.

Erstaunlich, denn Gempp steht für viele. Es gibt rund eine Million Trennungsväter in Deutschland. Jährlich kommen 100 000 hinzu. Knapp 60 Prozent von ihnen werden nach der Trennung ihre Kinder nicht wiedersehen.

Sicher, es sind verantwortungslose Männer darunter, die sich nicht kümmern wollen. Doch daneben wächst, unbemerkt, ein Heer von verzweifelten Vätern, die als abgeliebter und ausgemusterter Beziehungs-Restmüll allenfalls alimentieren dürfen und ansonsten aus dem Leben ihrer Kinder gelöscht werden wie Unpersonen. Entsorgt von Müttern, die die Kinderliebe der Väter, laut einer Umfrage des "Deutschen Jugend Instituts", als Einmischung in die Erziehung mehrheitlich ablehnen. Die vaterlose Gesellschaft - eine radikalfeministische Utopie wird leise und allmählich Wirklichkeit.

Die Öffentlichkeit nimmt kaum Notiz. Mutterliebe ist kinoträchtig, Vaterliebe nicht. Millionen heulen in die Taschentücher, wenn Mutterlöwin Sally Field in dem Rührschocker "Nicht ohne meine Tochter" ihr Kind aus der Obhut eines iranischen Vaters entführt. Gempp, dem die Kinder aus dem Leben gerissen wurden, lockt zunächst allenfalls ein paar verwehte Spaziergänger an seinen Klapptisch.

Obwohl seine Kinder in der gleichen Stadt wohnen, sind sie weit weg für ihn, weiter als Teheran, unerreichbar. Keine Entführung war dazu nötig. Nur eine leichthändig-feudale Geste der Mutter, ein genervtes "Keinen Bock".

Wütende Telefonanrufe, ein Streit vor Gericht? Ganz schlecht, denn damit hätte er sich "feindselig" gezeigt. Jugendämter schalten sich ein. Therapeuten werden hinzugezogen, die die "Eignung" des Vaters auf Umgang beurteilen, ergraute Frauenbeauftragte in Birkenstocksandalen schütteln sorgenvoll die Köpfe.

Am besten, so raten Veteranen, blutet man leise und zeigt sich gleichgültig. Gempp gelang die Scharade nicht, paradoxerweise weil er genau der Mann ist, den sich die Frauenbewegung mit großem Tamtam herbeigestikuliert hat: verantwortungsvoll, mitfühlend, männergruppenerfahren, ein Vater, der Anteil nimmt, anstatt sich davonzustehlen.

Was ist da los? War es nicht zunächst die kämpferische Frauenbewegung, die die vaterlose Gesellschaft beklagte und das Desinteresse der Männer an Erziehung? Und nun sind es zunehmend die Frauen, die Väter entsorgen und sie ihren Kindern entfremden? Zeit für eine neue Bestandsaufnahme, für eine Bilanz der Opfer. "Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft", heißt es in Artikel 6 des Grundgesetzes. Nun wird es höchste Zeit, die Väter zu schützen.

Gempp durchlebt die Nachtseite einer Gesellschaft, die das langfristige Projekt Familie durch die kurzfristige Spaßbeziehung abgelöst hat. Die Leidtragenden dieses amourösen Schichtwechsels sind die Kinder - immer öfter wird auch von ihnen verlangt, den abgeliebten Elternteil als verflossene Null zu vergessen.

Doch als ihm seine Partnerin am Heiligabend vor zwei Jahren den Schlüssel zur gemeinsamen Wohnung wegnahm - das Szene-Äquivalent zur Scheidung -, war keine beliebige Szene-Liebe geplatzt, aus der man hinausschlendert; Gempp war Vater, da war plötzlich etwas überraschend Archaisches im Spiel, da ist das Herz altmodischer. Und er wußte, daß seine Kinder ihn vermissen würden, wie er sie vermißte.

Gempp suchte den Kontakt zu seinen Kindern auf Spielplätzen, wo sie ihn als bettelnden Clown erlebten, der alle Demütigungen durch die Mutter hinzunehmen hatte, denn nur als solcher wurde er noch eine Zeitlang geduldet. Andere "entsorgte" Väter wählen noch bizarrere Formen wie Plakate in der Nachbarschaft, um ihren Kindern an der von Müttern verhängten Kontaktsperre vorbei die Botschaft zukommen zu lassen: Papa liebt euch.

Jetzt sitzt Gempp hinter Bergen von hilflos-zornigen Pamphleten und Flugblättern der Selbsthilfeorganisation "Väteraufbruch für Kinder e. V.", der er vor zwei Jahren beigetreten ist. Viel zu spät, sagt er heute. "Jeder Stadtteil hat mittlerweile Frauenbüros, Frauenhäuser, Frauenbeauftragte, alle mit staatlicher Unterstützung, und für Männer gibt es so gut wie nichts." [...]

Zwar ist nun das Recht der Kinder auf beide Elternteile formuliert und die gemeinsame Sorge formal auch für unverheiratete Männer wie Gempp vorgesehen - doch die kann jederzeit einseitig aufgekündigt werden. "Ein falsches Wort", sagt Gempp, "und ich sehe meine Kinder nicht wieder."

Seine Ex-Freundin lebt ihre Allmacht übers Kind, die ihr das geltende Familienrecht praktisch in die Hand drückt, als kindischen Machtrausch aus. Sie verlangt ihrem Ex-Partner Demut ab und verachtet ihn dafür und nimmt ihn mit auf ihre Höllenfahrten aus Rache und Gutwetterlaune, in irrationale Loopings, aus denen es keinen Ausstieg gibt, solange er an seinen Kindern hängt und sie den goldenen Schlüssel zu ihnen verwaltet. Gempps Grundgefühl: das der kompletten Ohnmacht. [...]

Sie haben gegen ein Klischee zu kämpfen, das die realen Machtverhältnisse im Familienrecht auf den Kopf dreht. Männer gelten vorzugsweise als rücksichtslose Egoisten, Frauen als Opfer.

Im Kern ist eines klar: Das geltende Familienrecht, vor gut 20 Jahren als sozialliberale "Jahrhundert-Reform" gefeiert, hat seinen Sinn verfehlt, hat sich als Höllenmaschine erwiesen. Es hat zu Egoismus verführt und damit Familien zertrümmert, Väter entrechtet, Tücke belohnt, Güte bestraft und buchstäblich das Schlechteste aus Männern und Frauen herausgeholt. Mit Reformen der Reform versuchte man seither, die schlimmsten Schäden zu begrenzen. Vergebens.[...]

Automatisch solle der nicht arbeitenden Frau über die Hälfte des Einkommens des Mannes zufallen, auf Jahre, ja Jahrzehnte hinaus, soweit sie sich das Verfügungsrecht über die Kinder sichert.

Die Reform, so zeitgebunden wie Glockenhosen und Abba-Musik, war in einem Kultur-Milieu formuliert worden, das Männer als Unterdrücker, Väter als erziehungsuntauglich und die Familie ohnehin als Keimzelle der Reaktion entlarvt hatte - sie wollte Frauen den Ausstieg erleichtern.

Sie leistete ganze Arbeit: Einem der traditionellen weiblichen Motive zur Eheschließung, dem Wunsch nach Versorgung, wurde nun zeitgemäßer entsprochen - man entkoppelte es von der Loyalitätspflicht. Nun bietet das Gesetz Sicherheit durch einen Familienernährer - ohne den Ernährer. Als Romeo mag der Abgeliebte ja nicht die erhoffte Garantie auf immerwährende Sinnerfüllung und Lebensglück gewesen sein, als entfernter Tributpflichtiger aber ist er durchaus noch einige Jahre brauchbar.

Und er wäre gut beraten, alle finanziellen Ansprüche zu erfüllen - denn nur dann, berichten die Väter vor dem Kreuzberger Familiengericht, haben sie eine Chance, ihre Sprößlinge, womöglich jedes zweite Wochenende, wiederzusehen. Unerwartet hatten die Rechtsreformer Erpressung als profitables Geschäft eröffnet - Vaterliebe ist zur Goldader geworden.

Sie hatten ein Gesetz für besonnenen Gebrauch formuliert - und eine goldgerahmte Einladung zum massenhaften Mißbrauch ausgegeben. Wer auch könnte diesen Sommerschlußverkauf ausschlagen? Allein im vergangenen Jahr waren es 175 550 Ehen, die in die Brüche gingen - neuer Rekord. Jede zweite Großstadtehe wird geschieden, besonders viele innerhalb der ersten sieben Jahre. Und es sind in der großen Mehrheit Frauen, die die Ehe verlassen.

Doppelt so viele Frauen wie Männer reichen die Scheidung ein - für letztere oft eine traumatische Erfahrung: Bei den 40- bis 50jährigen etwa schnellte die Selbstmordquote um das Sechsfache nach oben, so stand es in der Frauenzeitschrift "Brigitte".

In einem "Brigitte"-Dossier spekuliert Familientherapeut Josef Duss-von Werdt: "Frauen sind einfach krisensicherer." Die Gründe für diese größere Krisensicherheit werden allerdings nur in zwei knappen Halbsätzen gestreift. Es sind ja nicht die Frauen, sondern die Männer, die im Fall der Scheidung mit großer Wahrscheinlichkeit die Kinder verlieren und finanziell ausbluten.

In der Therapieszene ist der "Scheidungskrüppel" ein fester Begriff. Er mag sich mit schnellebigen Ersatzbeziehungen trösten - zu einer dauerhaften Bindung, gar einer Wiederheirat ist er weit weniger in der Lage als eine geschiedene Frau. Spöttelt "Brigitte"-Autorin Vera Sandberg: "Männer sind einfach die schlechteren Verlierer."

Als die besseren Verlierer präsentieren sich Frauen nicht immer, denn die Männer, die von sich aus die Ehe kündigen, bekommen die strukturelle Gewalt zu spüren, die der Gesetzgeber in Frauenhand gelegt hat: Kindesentzug, wirtschaftliche Rache.

Zum Kult-Movie ist "The First Wives Club - Der Club der Teufelinnen" avanciert, in welchem verlassene Ehefrauen ihre Männer in den Ruin treiben. In einer "Ersten Hilfe Box für gebrochene Herzen" wird er derzeit vom "Teufelinnen"-Versand der Wiesbadener Journalistin Jasmine Kuster vertrieben - samt einem "Leidfaden", wie dem Ex "das Leben zur Hölle" gemacht werden kann. Etwa: "Soziale Blamage" oder "Verpfeifen beim Finanzamt". Das Konterfei des Abtrünnigen ist als Putzlumpen erhältlich - offenbar hilft es den besseren Verliererinnen, denjenigen zu treten, den sie nicht mehr halten können.

Immer noch gilt, was Goethe in "Dichtung und Wahrheit" notierte: "Die Ursachen eines Mädchens, das sich zurückzieht, scheinen immer gültig, die des Mannes niemals." Trotz allen Gleichheitsgeredes besteht dieser Schein nach wie vor - und wird konsequent genutzt. Heute nämlich sind die "Mädchen", anders als zur Goethezeit, mit wirkungsvollen Sanktionsmitteln für ihre Rachetrips ausgerüstet.

Heute sind es die Männer, die an ihren Ehen kleben und selbst Xanthippen eher ertragen, als sich zu trennen. Die Frauen dagegen, einst Bewahrer der Familie, sind heute viel eher diejenigen, die sie auflösen.

Lauter Opfer, die sich emanzipiert haben? Wie man es nimmt. Da läßt sich eine Frau wegen "seelischer Grausamkeit" von ihrem Mann scheiden, weil er, so ihre Anwältin, nicht die gewünschte Schrankwand angeschafft hatte. "Ein Drittel aller Scheidungen", berichtet "Brigitte", "werden mit Kleinigkeiten begründet."

Zwanzig Jahre nach der Jahrhundertreform ist den emanzipationsbewegten Gesetzesautoren eine völlig neue Klientel zugewachsen: eine unideologische Generation, geformt in einer Gesellschaft, die, wie es Historiker Christian Meier beschreibt, "auf Abbruch lebt", und in der jeder "nur noch herausholt, was herauszuholen ist".

Lässig benutzen die Kriegsgewinnlerinnen von der Scheidungsfront die alten Kampfwörter von den "patriarchalischen Unterdrückern" und die neuen vom "Authentizitätsgewinn durch Trennung", und sie wissen - ihre Machtspiele bleiben ungeahndet, weil sie sich der etablierten Notwehrrhetorik bedienen können wie eines abgegriffenen, aber stets effektiven Fertigbausatzes.

Und die Kinder? Sie sind zum Spekulationsobjekt geworden, mit sicherer Rendite. Ihre Mütter müssen kein Geld verdienen, und sie dürfen darüber jammern, daß sie es wegen der Kinder nicht können. Sie müssen nur dafür sorgen, daß sie die Väter als Miterzieher entsorgen. Solange sie über die Kinder verfügen, zahlen die Männer. Und da zwei Drittel von ihnen mittlerweile selber verarmt sind, tut es der Staat.

Böser konnte ein gutgemeintes Gesetz nicht wirken. Den ohnehin Emanzipierten brachte es kaum Vorteile. Rund 40 Prozent alleinerziehender Frauen beweisen nach einer Trennung über kurz oder lang, daß sich Full-time-Job und Kindererziehung durchaus vereinbaren lassen, so, wie es knapp 80 Prozent der alleinerziehenden Väter ohnehin tun. Doch die unreifen unter den Frauen ermunterte das automatische Alimentierungsversprechen des Gesetzgebers zum unduldsamen Ausbruch aus der Familie, verkümmerte ihren Antrieb zu eigener Erwerbstätigkeit und verwandelte ihre Kinder in Wirtschaftsgeiseln.

Vor allem aber verfehlte es sein populärstes Ziel auf grandiose Weise: das der sauberen, schnellen Trennung.

Nun waten die Richter durch Gülle, besonders im Streit ums Sorgerecht. Viele Väter geben von vornherein klein bei, und sie sind gut beraten, die Kontrollhoheit der Mütter über ihre Kinder gar nicht erst herauszufordern. Im Löwinnenkampf ums Kind ist jedes Mittel recht, denn der raunend beschworene Mutterinstinkt verleiht jeder Skrupellosigkeit höhere Weihen. Der Karlsruher Gerichtsgutachter Ernst Ell schätzt, daß in "jeder dritten Streit-Akte der Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs eine Rolle spielt". Oft sind es staatlich geförderte Frauengruppen wie "Wildwasser e. V.", die suggestiv bei der Indiziensuche gegen Väter helfen. In 95 Prozent der Fälle in Sorgerechtsprozessen sind die Anschuldigungen frei erfunden.

Mißbrauch mit dem Mißbrauch - eine universelle Erfindung und von tödlicher Wirksamkeit, wie der wohl bekannteste Sorgerechtsstreit, der des Filmemachers Woody Allen mit Mia Farrow, zeigt. Jeder Freispruch bleibt schal - Kinder werden in solchen Verfahren psychisch schwer beschädigt, Väter sozial gemordet.

Das Schuldprinzip, das die Gesetzesreformer für abgeschafft erklärten, spült mit Macht zurück in die Verhandlungssäle. Gewalt ist mittlerweile ein wirksamer Routine-Vorwurf. Welcher Richter will die Sorge einem als Gewalttäter beschriebenen Mann anvertrauen?

Selbst eheliche Vergewaltigung gehört bei Sorgerechtsprozessen mittlerweile zum Klage-Repertoire, wie eine Berliner Scheidungsanwältin berichtet - ein praktischer Vorwurf, denn da Zeugnisse Dritter schlecht möglich sind, gilt hier die Anschuldigung gleichzeitig als Beweis.

Eine ihrer Mandantinnen, so die Anwältin, hatte ihrem türkischen Mann damit Gefängnis und Ausweisung beschert. Später gestand sie ihr, daß sie nur hatte Rache nehmen wollen. Sie hatte vermutet, daß er fremdgegangen sei. Die Kinder? Verblieben natürlich bei ihr.

Selten hat eine Rechtspraxis wie die des deutschen Familienrechts so erfolgreich an niedere Instinkte appelliert, an Vernichtungswut und sudelnde Häme. Geahndet werden Falschbeschuldigungen selten, im Gegenteil: Die Sorgerechtsvergabe spricht dafür, daß sie belohnt werden. In 75 von 100 Fällen haben sich getrennt lebende Frauen das alleinige Sorgerecht fürs Kind gesichert.

In Schweden, einem kinderfreundlichen Land mit kinderfreundlichem Rechtsmilieu, ist die gemeinsame Sorge auch nach Trennungen gelebter Regelfall. In Deutschland dagegen ist das Kind ein Besitzstand, den sich überwiegend Frauen sichern.

Die alleinige Verfügung ist das angestrebte Traumziel in den Verfahren. Sie garantiert neben den Alimenten noch einen ganz anderen Vorteil. Nämlich, wie die feministische Rechtsexpertin Sibylla Flügge kritisch anmerkt, die exklusive "Liebe des Kindes, aber auch die daraus resultierende Kontroll- und Herrschaftsgewalt".

Es ist ein Kontrollwunsch, der sich aus der Angst speist, das Kind könne sich dem Vater zuwenden und die Existenzgrundlage gefährden. Und er äußert sich in einem kalkuliert aufgerührten "Mutterkult", der die feministischen Kritikerinnen der ersten Stunde auf die Palme bringt.

Haben sie nicht gekämpft gegen das "reaktionäre" Muttergebrumme und für eine gerechte Verteilung der Erziehungslasten? Haben sie nicht gestritten für die Freistellung von Kindern und Küche, um eigene Karrieren verfolgen zu können?

Es ist eine alleinerziehende Kindergärtnerin, die an den Klapptisch vor dem Kreuzberger Familiengericht tritt und Gempp Mut zuspricht. Und später ist es eine Anwältin, Mutter eines fünfjährigen Sohnes, die ihm vorschlägt, eine Unterschriftenliste auszulegen, um für einklagbare Rechte von Vätern zu streiten.

Sie ist die erste, die sich einträgt. Sie schüttelt den Kopf über Gempps Partnerin. Sie spürt, daß ihre emanzipatorischen Erfolge durch sie denunziert werden. Daß sich in ihrem Windschatten die Heulsusen der Spaßgeneration breitmachen, für die Muttermacht ein teils lebensängstlich, teils zynisch genutztes goldenes Ticket geworden ist.

Zaghaft bildet sich auch öffentlich feministische Kritik an diesen neuen Müttern. "Emma"-Autorin Uta König verging Hören und Sehen, als sie in einer Frauengruppe ihren Entschluß bekanntgab, sich nach 18 Jahren friedlich von ihrem Mann zu trennen und ihm die Sorge für die Kinder zu übertragen.

Die Frauen reagierten empört. Sie hatten, so König in ihrem bemerkenswerten Report, gerade ihren "Mutterinstinkt neu entdeckt, weil er als Waffe brauchbar ist, um den Kindern den Vater zu entfremden oder ihn als ,Störfaktor'' auszulöschen".

Sie entschuldigten die Kontaktsperre mit fürsorgenden "Lächerlichkeiten". Einer der Väter habe die Tochter mit in einen stickigen Baumarkt genommen, wo ein Spaziergang an frischer Luft gesünder gewesen wäre. Dann habe er sie sogar einen Nagel in die Wand klopfen lassen. "Ihr Daumen war ganz blau."

Schließlich platzte es aus einer der Frauen heraus, laut und ziemlich verworren: "Solange wir nicht die Hälfte der Macht in der Gesellschaft haben, geben wir kein Stück von unserer Macht als Mütter ab."

Da ist es heraus, das häßliche Krötenwort: Macht. Macht über Kinder. Macht über die Gefühle des Verflossenen, Macht als Revanche am Mann und als Kompensation womöglich für eine eigene Biographie ohne Vater.

Uta König begriff vor allem zwei Dinge: Diese Frauen haben sich als Mütter "nicht freigemacht von dem unerträglichen Geklammere, unter dem sie doch selber gelitten haben, als Töchter". Und: Ihre "Wut gegen den Mann äußert sich bei diesen Frauen als Wut gegen den Vater des Kindes". Sie besuchen Opfergruppen, wo sie "Selbsthilfe für mehr Selbstmitleid" praktizieren, und berufen sich auf ihre "Natur-Mutter-Macht". Insgesamt ihr Befund: "Jetzt setzen sie alles daran, um ihren Töchtern diese Karikatur von Muttersein als Emanzipation zu verkaufen." [...]

Mittlerweile lebt jede vierte Familie ohne Vater. Es gibt 1,7 Millionen Trennungs- und Scheidungskinder. Jedes Jahr kommen rund 150 000 hinzu, viele im Vorschulalter. Rund ein Drittel aller Kinder sind zum Zeitpunkt der Trennung jünger als drei Jahre - viele Frauen fliehen die Ehe, sobald ihr Versorgungsanspruch zur Welt gekommen ist.

In diesem Trend steht Deutschland beileibe nicht allein, und am Beispiel der USA läßt sich ein Blick in die Zukunft werfen, wo nur noch 51 Prozent aller Kinder mit beiden Eltern zusammenleben. Hier ist es die "welfare mom" in den schwarzen Ghettos, die Teenager-Mutter der weißen Trailer-Parks, die mit der Geburt eines Kindes das Recht auf eigene Wohnung und bescheidene, aber stetige Sozialhilfe erwirbt - eine gesellschaftlich durchaus akzeptable Karriere.

Auch in Amerika werden Väter ausgegrenzt: Jedem dritten nicht sorgeberechtigten Vater wird dort von der Mutter der Zugang zu seinen Kindern verwehrt.

Doch anders als bei uns hat man dort die vaterlose Gesellschaft als gesellschaftliche Katastrophe erkannt. In jeder zweiten Fernsehansprache appelliert der Präsident an die Familienwerte, und die schwarzen Reverends in den Ghettos richten sich an die Väter, Verantwortung zu übernehmen - und an die Mütter, den Vätern die Chance dazu zu geben.

Amerikanische Soziologen haben längst begonnen, die Verheerungen einer vaterlosen Gesellschaft zu untersuchen. Aus vaterlosen Familien stammen in den USA

* 63 Prozent der jugendlichen Selbstmörder,

* 71 Prozent der schwangeren Teenager,

* 90 Prozent aller Ausreißer und obdachlosen Kinder,

* 70 Prozent der Jugendlichen in staatlichen Einrichtungen,

* 85 Prozent aller jugendlichen Häftlinge,

* 71 Prozent aller Schulabbrecher,

* 75 Prozent aller Heranwachsenden in Drogenentzugszentren.

Nicht im satten, gelähmten Deutschland, sondern in Dänemark ging man daran, den Wert der Väter bei der Erziehungsarbeit zu ermitteln. Das Sozialforschungsinstitut in Kopenhagen hat Vergleiche zwischen alleinerziehenden Müttern und Vätern angestellt. Es kam zu einem verblüffenden Ergebnis. Es sind die Väter, zu denen die untersuchten Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren ein "weniger problematisches Verhältnis" haben.

Alleinerziehende Väter, so die Studie, sind toleranter, neigen weniger zu Wutanfällen und strafen weniger, um Konflikte zu lösen. Für Kinder, die bei ihren Müttern leben, war ein generöses Umgangsrecht mit den Vätern lebenswichtig. "Kinder mit hochinvolvierten Vätern wurden besser stimuliert, was unter anderem an schulischen Leistungen abzulesen war."

Obwohl es in Deutschland vergleichbar intensive Forschung noch nicht gibt und obwohl das Elend zerrütteter Familien bräsig ignoriert wird, melden sich auch hier Experten, die Alarm schlagen.

Selbst das linke Milieu wacht auf. "Wenn die Familie kein durch Moral und Gesetz geschütztes Gehege für unsere Küken ist", schrieb der Medizinsoziologe Alexander Arenberg in der "Tageszeitung", "werden die Küken zu Geiern."

Wie kann es auch anders sein: Eine Gesellschaft, in der die Eltern die unmittelbare Bedürfnisbefriedigung als Lebensrecht propagieren und jeden Frust vermeidend aus ihren Beziehungen fliehen, brütet traurige, ichschwache Null-Bock-Treter aus. Die gestiegene Bereitschaft Jugendlicher zur Gewaltkriminalität in Deutschland - sie explodierte in den letzten fünf Jahren um über 100 Prozent - ist auch ein Echo auf die seelische und emotionale Verwahrlosung der Elterngeneration.

Die sanfte Gesellschaft, die manche Theoretiker irgendwann außerhalb der verachteten patriarchalischen Familie vermutet hatten, hat sich verkalkuliert. Sie steuert auf eine Katastrophe hin. Und ihre Vermeidungsstrategien sind nicht minder katastrophal.

Als blanker Hohn muß es auf ausgegrenzte Väter wie Gempp wirken, daß es in Großstädten wie Düsseldorf mittlerweile Initiativen gibt, die den alleinerziehenden Müttern "Väter auf Zeit" vermitteln. Es ist das Lebensborn-Prinzip in der matriarchalischen Variante: Die leiblichen Väter werden chancenlos gehalten, ein staatlich finanzierter Stunden-Papa tut''s auch.

Wenn Arbeit, wie die Feministin Helen Wilkinson ausführt, eine "wichtige Identitätsquelle" für junge Frauen darstellt, warum, so fragt sich Gempp, kämpfen junge Frauen bis zum Meineid um das Recht, als Alleinerziehende zu Hause zu bleiben und ihre Kinder großziehen zu dürfen, und nicht im Gegenteil darum, getrennte Väter einzubeziehen, um Zeit für eigene Karriere zu schaffen?

Vor allem aber: Warum ignorieren sie die Sehnsucht ihrer Kinder nach dem Vater? Warum verkrüppeln sie ihnen das lebenswichtige Gefühl, von ihren Vätern geliebt zu werden?

Die Antwort klingt bizarr: Auch die jungen Klammermütter sind zum großen Teil Opfer. Sie sind Gefangene des Systems, Geiseln eines ideologischen Trends, Verführte im falschen Sirenengesang des Scheidungsrechts.

Sie sind eingebettet in eine florierende Beratungsindustrie von Frauenbüros und Frauenbeauftragten. Sie verlieren ihre eigene Sprache in der funkelnden Egoismus-Theologie von Modetherapeuten und der eingeschliffenen Kampfmechanik von Anwälten, Rächerinnen und Leidenden, die ihren Verzicht auf Ausgrenzung und Drangsalierung des Mannes als Verrat an der eigenen "Emanzipation" brandmarken würden.

Die schrille Mißbrauchsfolklore, die heute Prozeßroutine geworden ist, bietet nicht nur skrupellosen Abzockerinnen eine sozial akzeptable Maskerade zum Ausstieg, sie entwickelt ihren Sog auch auf schlicht irritierte, hilfesuchende, versöhnungsuchende Frauen.

Statt Konfliktberatung und Partnertherapie anzusteuern, die in anderen Ländern obligatorisch ist, fühlen sie sich aufgefordert, den Scheidungsknüppel zur Selbstversorgung zu schwingen und mit dröhnender Propaganda gegen seelisch verrohte Männer ihren Vorteil zu suchen.

Dann sind sie reif für Organisationen wie "Forte".

Das Büro des Berliner Vereins "Forte" ist ein Schützengraben im Beutekrieg. Kaputte Klingel, fleckige Auslegeware und bleiches Licht über Broschüren, die Rechtshilfe und Karate anbieten. Wie üblich in der Selbsthilfe-Subkultur ist auch "Forte" ein drastisches Akronym. Es steht für "Frauen ohne Recht nach Trennung und Ehe". "Ein Name aus der alten Kampfzeit", sagt die Chefin, Frau Skrowonnek, entschuldigend, als wolle sie ihn entschärfen für Nichtinitiierte - Männer verirren sich selten hierher.

Sie ist Gründungsmitglied, eine energische 70jährige, die alles gesehen und alles erlebt hat - vor allem drei Ehen und einen "endlosen Streit ums Geld". Ihr Leben: ein Kampf gegen Ex-Männer, dessen Dauer darauf schließen läßt, daß er es, jenseits von Siegen oder Niederlagen, mit Sinn erfüllte. Ihr Fazit: "Die Zweierbeziehung ist die beschissenste Art des Zusammenlebens, die es gibt."

Sie ist selbst dann noch beschissen, wenn frau sie beendet hat: Seit 16 Jahren streitet sie mit ihrem letzten Mann um den Unterhalt. Eigentlich stünden ihr über 5000 Mark zu. "Doch er hat mich auf 3300 runtergebracht." Ihre kalte Erbitterung läßt ihn zum Wicht schrumpfen. "Er hat geweint", sagt sie angeekelt. "Er meinte, er könne die Last nicht mehr tragen, und er ist damit durchgekommen."

Andere sollen es besser haben, deshalb gibt es "Forte". Die Vereinsbroschüre liefert das Drehbuch für die perfekte Scheidung. Von Kindern und ihren Nöten ist darin nicht die Rede. Sie tauchen allenfalls als "Berechnungsgrundlage" auf. Das Heft, dessen Druckkosten von der "Senatsverwaltung für Arbeit und Frauen" übernommen wurde, verrät Tricks für den Erstschlag im durchaus konspirativen Krimijargon.

Als sei eine Scheidung keine Familien-Tragödie, sondern ein sorgfältig vorzubereitendes Schnäppchen, empfiehlt die "Forte"-Broschüre trennungswilligen Frauen nicht Partner-Therapie, sondern die "Sicherstellung von wichtigen Dokumenten". Sicherstellung? "Na ja", erläutert Frau Skrowonnek, "der Ehemann ist ja wohl nicht immer zu Hause, der muß ja auch auf Arbeit." Die meisten sind sowieso ahnungslos.

Wichtige Dokumente, so die Broschüre, sind vor allem "Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide der letzten 2 oder 3 Jahre, Vermögensnachweise wie Sparbücher, Festgeldeinlagen, Depotauszüge", denn danach bemißt sich die zu erwartende nacheheliche Tantieme. Da es auch mißtrauische Männer gibt, wird den Frauen vor dem entscheidenden ersten Schachzug geraten: "Fertigen Sie Fotokopien von allen Unterlagen, die Sie im Original nicht entnehmen können."

Dann, so immer noch die vom Senat geförderte Broschüre, gehe es um das "Sichern von persönlichen Vermögenswerten". Also: Rechtzeitig Schmuck beiseite schaffen, eigene Sparbücher, eigene Depots - man hat es schließlich mit einem hinterhältigen Feind zu tun.

Wer die Broschüre von "Forte" liest, sollte, angesichts der Scheidungsquoten, keine Illusionen mehr über die Ehe hegen. Männer sollten spätestens nach dem Verfliegen der ersten Verliebtheit beginnen, für abschließbare Schränke im Haushalt zu sorgen und ansonsten versuchen, die Ehefrau stets bei guter Laune halten. Bei wirklich guter Laune. Stichwort: Schrankwand.

Besser noch: gleichzeitig mit dem Heiratsantrag einen vorbereiteten Ehevertrag präsentieren - vor dem Jawort das Geschacher, so romantisch wie die Tarifverhandlungen der ÖTV. Und das nicht aus Geiz, sondern um - für Regentage in der Ehe - den Anreiz zur Familienzertrümmerung zu nehmen.

Die "Forte"-Broschüre liest sich wie ein Handbuch zur Wirtschaftskriminalität. Und sie verrät, wozu Männer im Falle der Scheidung in der Lage sind: "Sie verschleudern vorsätzlich vorhandenes Vermögen", ja, manche Freiberufler führen ihr "Unternehmen in den Konkurs", und Angestellte "machen Schulden", all das, um Frauen zu schädigen. Frau Skrowonnek kann ein Lied davon singen.

Überhaupt kein Verständnis hat sie für Männer, die "ganz gezielt in die Arbeitslosigkeit gehen, um sich vor dem Unterhalt zu drücken". Das ist so was wie Selbstverstümmelung an der Front. Desertion. Pfui.

Nun gilt es also, Schlupflöcher für zahlungsunwillige Väter aufzuspüren und zu verbauen. Frau Skrowonnek ist im Kampf gegen ihren Mann zur Expertin geworden, und ihr Zynismus ist der einer überkochenden Scheidungsindustrie, die nicht nur das familiäre Gewebe zerstört und Tugenden wie Loyalität und Toleranz als Dummheit verhöhnt, sondern den Sozialstaat extrem belastet.

In vielen Fällen treffen sich Eheleute, die über ein ausreichendes gemeinsames Familieneinkommen verfügt haben, nach ihrer Trennung auf dem Sozialamt wieder.

Viele Familien leben an oder unter der Armutsgrenze, oft mit Partnern, von denen mindestens einer geschieden ist und eine Erstfamilie zu versorgen hat. Die Zahl der auf Scheidungskosten zurückzuführenden Bankrotte kleiner und mittelständischer Familienbetriebe nimmt rasant zu.

Das Scheidungsrecht ermutigt das Prinzip Brandrodung, ermuntert zum Vernichtungskampf mit Blick auf den kurzfristigen Gewinn, ohne Rücksicht auf die katastrophalen Folgeschäden. Wie kann in einem solchen Rechtsmilieu den Kindern anderes vermittelt werden als Haß, Raffgier und Tücke?

"Forte" berät, und Frau Skrowonnek ist kompetent. Ja, sie hat aus der Verfolgung ihres Mannes einen Beruf gemacht, und das Gefühl, um ihren gerechten Anteil an seinem Verdienst betrogen worden zu sein, gibt ihr Schubkraft.

So wie bei jener Ärztin, die ihrem Mann im Laufe der Jahre mit 21 Anwälten zugesetzt hat. Er steht derzeit vor dem Konkurs. "Sie arbeitet nicht mehr als Ärztin, sie hat einen neuen Beruf", sagt er sarkastisch. "Sie sitzt in ihrer Villa, schreibt Schriftsätze und konferiert mit Anwälten." Natürlich erschwert sie ihm den Umgang mit den Kindern, wo sie nur kann. Und die Richter? "Sie sagen, sie hat einen Anspruch darauf."

Sie hat einen Anspruch. Kein Wort hat in einem Wohlfahrts- und Versorgungsstaat größere Magie. Es ist ein sozialdemokratisches Totemwort, verehrt und angestarrt und durchaus in der Lage, sämtliche Lebensanstrengungen zu bündeln.

Einen Anspruch. Bei Frau Skrowonnek hat das Wort die triumphierende Wucht einer Wunderwaffe. Sie muß nur richtig positioniert werden, und hier kommen die Kinder ins Spiel. "Eine Frau darf nie ihre Kinder zurücklassen", sagt sie, "denn dann hat sie ganz schlechte Karten im Kampf ums Sorgerecht." Und nur ein siegreicher Kampf an dieser Front garantiert fortlaufende Bezüge.

In einer geglückten Trennung nach "Forte"-Drehbuch kehren Männer von der Arbeit zurück und finden leergeräumte Spielzimmer vor. Der erste, kühne Zugriff entscheidet. Und die Väter, sofern sie nicht an Rückentführung denken, haben die Kinder verloren, denn die Behörden geben dem das Sorgerecht, der sie für längere Zeit bei sich hat.

Frau Skrowonnek ist kein Fan gemeinsamen Sorgerechts. Da müsse frau dann immer "dem Mann hinterherlaufen". Im übrigen: "Wenn das Kind die Hälfte der Zeit beim Vater ist, verliert die Frau ihre Unterhaltsansprüche." [...]

Karin Jäckel ist eine starke Frau, in jeder Hinsicht. Sie hat drei Kinder großgezogen, 60 Bücher verfaßt und einen Mann, den sie noch nach 25 Ehejahren zu Liebesgedichten inspiriert. [...]

Einer ihrer Bestseller beleuchtete die Schicksale von Priesterkindern. Sie brachte die katholische Kirche damit auf die Palme und begeisterte vor allem weibliche Rezensenten.

Mit ihrem neuesten Buch allerdings hat sie Todeszone betreten, das ewige Eis stiller Ablehnung, die komplette Echo-Losigkeit selbst unter ihren Bekannten in der Provinz. Sie hat sich mit einem mächtigen Feind angelegt: der Frauenbewegung.

Ihr Buch heißt "Der gebrauchte Mann. Abgeliebt und abgezockt - Väter nach der Trennung".

Karin Jäckel schildert Fälle wie den von Frank, den die Frau nach elf Jahren wegen eines anderen verlassen hat. Sie war es müde, Franks schmutzige Socken zu waschen. Doch selbst wenn Frank nur saubere Socken in die Wäsche gegeben hätte, hätte seine Frau der Verlockung wohl nicht widerstanden, ihre Amouren mit dem neuen Freund, einem Franzosen, mit Franks Geld zu finanzieren.

Während seine Frau von seinen Überweisungen ein Haus bauen will, wohnt er in einer Bude mit Kochecke und Duschklo, weil er sich nichts anderes mehr leisten kann. Und wenn er abgekämpft von der Arbeit kommt, sieht er an Kiosken Illustriertentitel wie: "Väter - das faule Geschlecht".

Am schlimmsten für ihn: Die Ex-Frau verweigert ihm, mit allen möglichen Verfahrenstricks, den Umgang mit seinem Sohn. Als der einmal zu ihm flüchtete, ließ sie ihn gewaltsam abholen. Noch Wochen hörte er in der Erinnerung seine Schreie.

Kurz, Frank ist fertig. Seine neue Freundin muß mit Resten vorliebnehmen: mit einem Mann, der sich nicht mehr traut, echte Bindungen einzugehen, Kinder zu zeugen. Möglicherweise wird sie das gründen, was in Los Angeles der "Second Wives Club" heißt - eine Selbsthilfegruppe der Zweiten-Ehe-Frauen, die gegen die Raffgier und Drangsalierungen der ersten mobil machen.

Franks geschiedene Frau hingegen kann mit Applaus rechnen. Sie hat nicht unverantwortlich und egoistisch gehandelt. Im Gegenteil. Modernen Beziehungstheoretikern wie Anthony Giddens zufolge hat sie mit ihrem Partnerwechsel einen entscheidenden "Individualisierungsschub" geleistet. Sie hat einen "Zuwachs an Authentizität" erfahren, weil sie ja den "Selbstverständlichkeitspanzer" ihrer Ehe geknackt hat.

Während sich das therapeutische Neusprech-Gequassel narkotisierend über den Skandal dieser gesellschaftlichen Verrohung legt, lenkt Karin Jäckel die Aufmerksamkeit auf die heranwachsenden Opfer. Es sind ihre Protokolle, die in ihrem Buch zu den erschütterndsten gehören, ein Stimmenkonzert aus trauriger Illusionslosigkeit und unkindlicher Abgebrühtheit, aber auch vergeblicher Friedenssehnsucht, das da aus Scheidungs-Schlachtfeldern und familiären Trümmerlandschaften aufsteigt.

Da ist die 15jährige Inge, deren Mutter sich wegen "seelischer Vernachlässigung" scheiden ließ. "Ich finde, es sollte ein Gesetz geben, das es den Eltern verbietet, sich scheiden zu lassen. Leute, die Kinder haben, sollen mindestens so lange zusammenbleiben, bis die Kinder groß sind."

Oder Rosi, die 10jährige, die mit Mutter und Großmutter zusammenlebt: "Wenn ich groß bin, heirate ich einen reichen Mann. Er muß mich sehr lieben. Er muß alles machen, was ich will. Und er darf keine andere angucken. Wenn er das tut, lasse ich mich scheiden. Dann kriege ich die Hälfte von allem. Und er kriegt den Ärger."

Karin Jäckel polemisiert mit ihrem Buch nicht nur gegen ein Gesetz, das Frauen unterfordert, indem es ihnen den Ausbruch aus der Ehe und die Zertrümmerung der Familie mit grenzenloser Allmacht belohnt, sondern auch gegen die Kultur, die diese Gesetze und ihren Mißbrauch erst ermöglicht.

Sie polemisiert gegen den alten ideologischen Schwanz-ab-Feminismus, der im Mann den Feind sah, genauso wie gegen den neuen Girlie-Feminismus, der den Schwanz sozusagen ganz unideologisch stehen läßt, aber den Rest für dumm und verzichtbar hält.

Die Frauenbewegung, die einst erfolgreich um die Gleichstellung in der Arbeitswelt stritt, ist für Karin Jäckel heute nahe am intellektuellen und moralischen Bankrott und erschöpft sich in bösartigen kontrollsüchtigen Lächerlichkeiten.

Da ist etwa die Gesetzesinitiative einer SPD-Abgeordneten zur Haushaltspflicht für Männer. Wunderbare Vorstellung: Da kassiert der Schichtarbeiter, der nach Hause kommt, von der Frau das Strafmandat wegen vorsätzlich unterlassenen Teppichsaugens oder böswilliger Mißachtung schmutziger Teller. "Die Abgeordnete selber übrigens läßt sich von ihrer Mutter die Wäsche bügeln", erzählt sie kopfschüttelnd.

"Die grenzenlose Verächtlichmachungung der Männer in den achtziger Jahren" (Jäckel) ist mittlerweile zum amüsierten Gesellschaftsspiel geworden, an dem ironischerweise Männer mitwirken.

Die überlassen es meistens wiederum Frauen, über Familienprobleme zu reden und zu schreiben, und räumen ihnen die Deutungshoheit freiwillig ein. "Und dann stehen sie an der Seitenlinie und nicken onkelhaft und gutmütig noch die dämlichsten Verhöhnungen ab."

Oder sie liefern tränenschlierige Interviews mit gutverdienenden Prominenten wie Hillu Schröder, die es schafft, ihre Rachsucht in der Scheidungsschlammschlacht gegen ihren Mann als Notwehr und sich als Opfer zu vermarkten. Pikanterweise outete sie ihr Kaschmir-Elend, die Unterversorgung ihrer erwachsenen Kinder, ihrer Pferde, ihrer Hunde, zunächst in einer Obdachlosenzeitung.

Es sei Zeit für einen neuen Ruck, einen Paradigmenwechsel, sagt Karin Jäckel. Und der müsse auch von Frauen ausgehen. Es geht darum, "daß wir aufstehen, um das zu schützen, was Emanzipation meint, nämlich praktizierte Partnerschaft und Liebe jenseits von Ex-und-hopp".

Damit liegt sie nicht gerade im Trend. Wie wenig, das spürt sie jetzt mit ihrem neuen Buch. Es kommt mit einem ketzerischen Vorschlag: Wie wäre es, fragt Jäckel, mit ein bißchen mehr Anerkennung für jene Frauen, die sich entschließen, ihre Kinder innerhalb der Familie, gemeinsam mit dem Vater großzuziehen?

Das Buch heißt "Die Frau an seiner Seite" und schildert geglückte Biographien von Frauen, die mit ihren Männern durch einen Familien-Alltag marschieren, der nicht immer nur Rosen bedeutet. Während "Der gebrauchte Mann" immerhin zur Drucklegung kam, stieß dieses schon als Manuskript auf Widerstand.

"Nicht geeignet zur Veröffentlichung", befand die Lektorin des dtv-Verlages in München, und, wie eine gestrenge Deutschlehrerin, "am Thema vorbei". Die Lektorin sah in Jäckels Manuskript ein "Lamento über den armen verunsicherten Mann" sowie einen "Rundumschlag gegen die Emanzipation". Besonders für "Frauenzeitschriften" sei das uninteressant. Die Lektorin fordert die Autorin abschließend ultimativ auf, "im ganzen die Tendenz zurückzunehmen, die ich oben erwähnt habe", kurz: Sie forderte Karin Jäckel auf, ein anderes Buch zu schreiben, eines, das sie selber gern verfassen würde.

Mittlerweile befaßt sich eine andere Lektorin mit dem Projekt. Es soll nun im nächsten Jahr erscheinen. Dennoch sieht Karin Jäckel in diesem Zensurversuch die totalitäre Unterseite feministischer Befreiungslitanei, die "mittlerweile eine Macht" darstellt.

Ein neues Familienrecht muß her, sagt sie, und die Voraussetzung dafür ist ein neuer Diskurs der Geschlechter. "Die Welt", schreibt sie, "braucht nicht nur einen neuen Mann und Vater, sondern auch eine neue Frau und Mutter."

Vor allem aber braucht sie reife Partner, die kapieren, daß Frustrationen und Streit zum Leben gehören - und die Beständigkeit, sie auszutragen, zur Liebe, zur Ehe - und erst recht zur Familie.

Günter Gempp übrigens hat nicht umsonst protestiert. Der öffentliche Druck und die Vermittlung einer gemeinsamen Freundin haben seine Partnerin vorübergehend erweicht. Er durfte mit seinen Kindern eine Woche lang in den Urlaub fahren - eine Woche wieder Vater sein.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8822898.html

Wie lautet der Grundgesetzartikel? "Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft." Väter werden nicht einmal erwähnt.

Achim
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Der, die, das Butter? Oder die ButterIn?
Antwort auf "Jemensch / jemenschd" in Thread ""man, jemand" sexistisch?"
Autor Achim Stößer
Datum Dienstag, 09. November 2010
Zeit 22:31:24 Uhr
Beitrag  Eine Eigenart diverser Dialekte (so auch meiner Erstsprache) ist, dass "Butter" maskulinum ist.

Hier ein schwäbisches Video dazu: Feminismus im Alltag - Die Welt auf schwäbisch: Der Witz des Tages - SWR.

Achim
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Re: Männerdiskriminierung im Nachtleben
Antwort auf "Männerdiskriminierung im Nachtleben" in Thread "Männerdiskriminierung im Nachtleben"
Autor Beisser
Datum Mittwoch, 15. September 2010
Zeit 19:43:35 Uhr
Beitrag  Ja Bravo!

Wurde auch mal zeit dass jemand diese Männerdiskriminierenden tatsachen ans Licht bringt!!

Leider ist dies nur die Spitze des Eisbergs, 0,005% der heutigen altaglich konfrontierten diskriminierungen der Männer!

be strong and dont give up
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Re: Sexistische Werbung bei Männern ist nicht sexistisch
Antwort auf "Sexistische Werbung bei Männern ist nicht sexistisch" in Thread "Sexistische Werbung bei Männern ist nicht sexistisch"
Autor martin
Datum Mittwoch, 28. Juli 2010
Zeit 16:51:18 Uhr
Beitrag 
Zitat: "Ich beanstande die unten beschriebene Werbemaßnahme, da sie meiner Ansicht nach frauendiskriminierend bzw. sexistisch ist. Sie widerspricht sowohl den Menschenrechten von Frauen als auch den Bestimmungen des Selbstbeschränkungskodex des Österreichischen Werberats", heißt es im Musterbrief: "Das dadurch vermittelte Frauenbild hat verheerende Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft und verletzt mich in meiner persönlichen Würde."

[...]

Eine Werbung sei schließlich nicht nur dann sexistisch, wenn mit nackten Frauenkörpern ein Produkt verkauft werden solle. Dies gelte auch dann, wenn Frauen abwertend oder sexualisiert dargestellt oder auf stereotype Rollen reduziert würden. Dieser Bilderflut seien Kinder tagtäglich ausgesetzt. "Sexistische Werbung ist daher keine Angelegenheit des persönlichen Geschmacks oder der Ästhetik, sondern hat Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft", konstatierte Frauenberger.

[...]

[Kritik kam von einem Mitglied der FPÖ:] Außerdem prangerte er an, dass die "Feministenabteilung innerhalb der Wiener SPÖ" bei der Werbung mit dem "coke-light-man" Ende der 1990er Jahre "keinen Mucks" von sich gegeben habe: "Damals wurde ebenfalls mit der Erotik in der Darstellung des Hauptakteurs gespielt und es gab von der SPÖ keinerlei Protest. Vermutlich deshalb, weil es sich dabei ja 'nur' um einen Mann gehandelt hat."

(http://diestandard.at/1277339085997/Wiener-Kampagne-Sexistischer-Werbung-gehts-an-den-Kragen)
Warum mit ihrem an sich nicht falschen Aktionen gegen sexistische oder objektifizierende Werbung nicht merken, dass sie sich mit dem Ausschluss von Männern völlig unglaubwürdig machen? So schwer sollte es nicht sein, solche Musterbriefe geschlechtsneutral zu formulieren, aber scheinbar besteht daran kein Interesse.
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Re: Frauen im Buddhismus
Antwort auf "Re: Frauen im Buddhismus" in Thread "Frauen im Buddhismus"
Autor Salyan
Datum Mittwoch, 21. Juli 2010
Zeit 23:16:01 Uhr
Beitrag  Laßt euch bitte nicht in irgendwelche Schwachsinnsdebatten mit dem (Neu-)User "Selex" verwickeln, einem dauerdummschwätzenden Buddhistenkleinfunktionär, der unter dem Nick "Spzl" einen eigentlich hochspannenden thread zum Thema "Sex und Gewalt im tibetischen Buddhismus" auf emma.de derart zugemüllt und mit endlosen Scheindebatten, Falschbehauptungen, Redundanzen und persönlichen An- und Untergriffen gegen Colin Goldner überzogen hat, dass er, obwohl letztlich (und viel zu spät) von den EMMA-Frauen rausgeschmissen, den thread komplett abgewürgt hat: http://forum.emma.de/showthread.php?2126-02-10-Der-Dalai-Lama-und-Sex

Der ist dauernd auf der Suche nach neuen Foren, in denen er sich mit seinem Müll breitmachen kann.
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antisexismus.de/forum (etwa 170 Zeichen)
3. November 2001, 15. Dezember 2002

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